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London is calling

Zu meinem 60. Geburtstag erfüllten mir meine beiden Söhne einen lange gehegten Traum. Sie luden mich ein mit ihnen London zu bereisen. Jonas war damals für die Firma Burberry tätig und daher beruflich häufiger in London unterwegs. Matthias war auch schon dort gewesen. Daher kannten beide sich aus, was den Aufenthalt für mich natürlich sehr entspannt machen würde. 

Ein großzügiges Appartement in Kensington, in dem jeder sein eigenes Zimmer haben konnte, machte die Reise sehr komfortabel. 

Was die ganze Sache aber so unvergesslich machte, war der Besuch der 

Royal Albert Hall – die Tickets hierfür waren das eigentliche Geburtstagsgeschenk. 

Wir sahen dort den Film „Skyfall“ / James Bond und die Musik dazu wurde live gespielt vom Royal Philharmonic Orchestra.

 

Warum ich das erzähle?

 

Nun, mein mir rechtlich zugeteilter Ehemann hat die Welt bereist. Er war bereits an sehr viel mehr Orten, als ich es je gewesen bin oder in meinem verbleibenden Dasein sein werde. Bei unseren gemeinsamen Reisen heißt es oft: ich war ja schon mal hier, aber nun machen wir das zusammen.

Soweit – so gut.

Und was soll ich sagen? An einem oder besser gesagt an DEM einen Ort, an dem Herbert noch nicht war, war ich aber! Und das auch noch vor ihm…

 

Die ROYAL ALBERT HALL!

 

Als sich nun im vergangenen Jahr sein Geburtstag näherte, und er von mir zu seinem 70. nicht das ultimative Geschenk bekommen hatte, reifte in mir die Überlegung mal zu schauen, was denn so gegeben wird – in der Royal Albert Hall.

Schlussendlich entschied ich mich für Tickets im Januar 2026 (Cirque de Soleil), fand ein super Hotel und konnte alles nach meinem Dafürhalten bestens einstielen.

Was musste ich alles bedenken, damit Herr Visser nicht rein zufällig auf irgendwelche Mails stößt, Abbuchungen findet usw. 

Für mich war das im Vorfeld alles megaaufregend, ich durfte mich ja auch nicht verplappern. Jonas, der immer noch beste Kontakte nach London hat, half mir mit einigen Detailentscheidungen. Dann war alles gekauft, gebucht, ich hatte meine Mails mit den Bestätigungen – alles tippitoppi.

 

Das Thema London war wegen verschiedener Veranstaltungen bei uns irgendwie ständig Thema – lange vor Herberts Geburtstag und somit auch lange vor Weihnachten. Wir brachten uns gegenseitig immer auf den aktuellen Stand, welche Veranstaltungen gerade leider nicht mehr buchbar waren und welche Prospekte wir mal bestellen könnten.

 

Etwa 3 Wochen vor seinem Geburtstag holte Herbert die Post aus dem Briefkasten und warf mir einen relativ schweren Brief auf den Tisch – Absender: Royal Albert Hall.

 

Panik, wie erkläre ich das denn jetzt? In meinem Zimmer öffnete ich den Brief, entnahm die Originalkarten für den Cirque de Soleil, von denen ich glaubte, nur eine Mail zu bekommen. Tja, dumm gelaufen!

 

Ich – cool: „Ach, jetzt schicken die mir echt was zu dem Essensservice, den man zu einem Event bestellen kann. Musst du mal gucken – die spinnen, die Briten!“

…und legte Herbert eben diesen Prospekt hin. By the way – die Briten spinnen wirklich, was die für 12 Käsehäppchen nehmen…

 

Damit war die Kuh erstmal vom Eis, so hoffte ich zumindest.

 

Endlich hatte Herbert Geburtstag. Und wollte so mal eben sein Päckchen aufreißen. Das muss leider bis nach dem Frühstück warten, vermittelte ich ihm. Das braucht Raum, denn es ist etwas sehr Besonderes. 

 

Die Verpackung war mir echt gut gelungen, bis zum Moment des Öffnens des Kartons hatte er nicht die geringste Ahnung was auf ihn zukommt.

Aber dann waren die Freude riesengroß und die Tränen echt.

 

Mein Pokerface 3 Wochen zuvor war absolut überzeugend gewesen, sagt er, nicht der geringste Verdacht oder auch nur der Anflug eine Mutmaßung sei in ihm aufgekommen.

 

Jetzt hoffen wir zusammen, dass das Wetter mitspielt und wer weiß, was uns noch alles erwartet.

 

Bleiben wir also gespannt und erfreuen uns bis zum Abflug am 18.01.2026 weiterhin an der Vorfreude und der akribischen Planung.

 

Bis bald – man liest sich.

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