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Restaurant "500"

Mittwochabend

 

Etwa Mitte Dezember letzten Jahres haben wir die Sendung „Kitchen impossible“ von Tim Mäler geguckt. Im Verlauf der Sendung werden in aller Regel 4 Gerichte gekocht, die Gäste der jeweiligen Restaurants essen und bewerten das Ergebnis. Sowohl Tim Mälzer, als auch dem jeweiligen Gast seiner Sendung, obliegt es den Ort des Kochexperimentes als auch das Gericht auszuwählen, welches der Kandidat kochen soll. Das Besondere ist, dass das zu kochende Gericht ins Lokal geliefert wird, in dessen Küche später gekocht wird. Die Zutaten fürs Gericht müssen vom Kandidaten durch Betrachten, Schmecken, Riechen, Fühlen und Zerlegen herausgefunden, um im Anschluss möglichst genau nachgekocht zu werden. Ist eine schwierige Aufgabe.

Im Dezember war Tim Mälzers  Gast und Kontrahent Jamie Oliver.

 

Die lange Vorrede musste sein, weil im zweiten Teil der Sendung beide Köche einen perfiden Wettbewerb ausführen müssen.

Der Mentor beider Köche heißt Gennaro Contaldo. Unter seinen Augen müssen die beiden nun ein Pastagericht nachkochen, an dem Jamie sich schon etliche Male versuchte, jedoch nie zufrieden war und Tim Pasta selber machen schlichtweg schrecklich findet. Der Ort des Geschehens ist das kleine, sehr unscheinbare Restaurant „500“ von Mario Magli, einem weiteren Schüler Gennaros.


Die Aufgabe ist die Zubereitung von „Culurgiones“.

 

Und warum erzähle ich das? Weil das Restaurant „500“ in London liegt und während unseres Aufenthalts ein Tisch frei ist. Darum erzähle ich das.

 

Und genau dorthin gehen wir heute essen – und zwar Pasta!

 

Nach 60 Minuten Tube-Fahrt gelangen wir problemlos zur Adresse. Ein riesiger Schreck: wir stehen auf der anderen Straßenseite und betrachten das Lokal. Eingangstür und Fenster haben eine Breite von vielleicht 5 Metern und es ist quasi dunkel. Es ist niemand drin und nur ganz hinten leuchtet eine kleine Funzel. Wir haben für 18.30 einen Tisch reserviert, geöffnet soll ab 18 Uhr sein. Es ist kurz nach 18 Uhr und 🤷🏼‍♀️

Hier sind wir richtig? Das kann ja garnicht sein. Nützt ja nix, wir machen rüber – schau rechts, dann links - ist wichtig, sonst bist du überfahren und das noch vor dem Essen.

Herbert zieht beherzt am Türgriff und siehe da, es ist offen. Wir sind die ersten Gäste in einem sehr bescheidenen Ambiente. Na, das soll ja was werden… sicher sind wir nicht, ob wir bleiben sollen.

Aber mutig voran, erklären wir dem sehr netten Kellner den Grund unseres Besuchs und er bestätigt, dass diese Idee schon viele Gäste hergetrieben habe. Nach einigem Hin und Her, Mario selber kommt zu unserem Tisch, erklären wir, dass wir gerne alle Pastagerichte (sind 6 verschiedene) probieren möchte. Das ist machbar in der sogenannten Starterportion, die dann auch noch geteilt wird.

 

Einfach lecker kann ich nur sagen. Optisch wäre sicher mehr drin, das Auge isst ja mit, aber sie sind alle köstlich. Nach und nach füllt sich der Laden und 2 Stunden später ist es warm, fröhlich bis ausgelassen, kein einziger Stuhl ist mehr frei – alles richtig gemacht.

 

Wir verweilen dort etwa 2,5 Stunden, fahren mit der Tube zurück zum Hotel. Ein kurzer Einkehrschwung im Pub rundet den Abend ab.

 

Das war wieder ein ereignisreicher Tag. Wir sind satt und zufrieden.

 

Man liest sich.


Hier könnt ihr noch mal einen Artikel im „Stern“ nachlesen, der von dieser Sendung berichtet. Es gibt auch Aufzeichnungen bei YouTube.

https://www.stern.de/genuss/essen/jamie-oliver-in-tim-maelzers--kitchen-impossible---der-final-boss-35660764.html


Das Fotografieren von Essen ist nicht einfach, darum habe ich nur die besten Fotos ausgewählt.

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Kommentare: 1
  • #1

    Filippo (Freitag, 30 Januar 2026 17:28)

    Ich glaube, ihr habt alles richtig gemacht ;-)
    Wir freuen uns schon auf Mai, wenn ihr uns von den sardischen Köstlichkeiten berichtet :-)