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Aufgestiegen


Heute an Bord, morgen geht’s fort 🎶

 

so wollte ich anfangen, hätte ich gestern schon geschrieben.

Angefangen hatte ich tatsächlich, aber dann kam doch alles anders. Und ja, am Ende ist man immer schlauer und ärgert sich über die eigene Dummheit. Doch zurück zum Anfang.

 

Wir hatten einen tollen Abschiedsvormittag. Nach einem schönen Frühstück haben wir einen letzten Strandspaziergang gemacht. Selbstverständlich verbunden mit einem Bad im Meer. Pflichtschuldigst lieferten wir an der Strandlakenstation unsere Handtücher ab. So bekommen wir Strandlakenkarte wieder, die beweist, dass wir alles ordnungsgemäß zurückgegeben haben. Diese Karte gilt es an der Rezeption beim Checkout abzugeben. Wer das nicht macht, wird mit einer Strafe von 20 Dollar 💵 / Person belegt und geht nicht über Los.

Unser sehr fixer Taxifahren brachte uns zum Cruise Terminal in La Romana. Nach den Einreiseformalitäten konnten wir auch schon an Bord gehen. Unsere großen Koffer wurden zur Durchleuchtung abgeholt und sollten später auf die Kabine gebracht werden. Eine Maßnahme, die wir sonst nie mitbekommen, weil der Koffertransfer direkt vom Flughafen zum Schiff erfolgt, wenn man am selben Tag anreist, an dem das Schiff abfährt. So weit, so gut.

 Die Kabine war bereits fertig, läuft alles.

 

Also packten wir das Handgepäck aus und machten uns auf den Weg in die Lounge – einfach sehen, ob alles wie immer ist.

1,5 Stunden später erreichten wir die Kabine in der Hoffnung, dass die großen Koffer nun auch angekommen wären. Aber nein, Fehlanzeige – schade schade.

Herbert machte sich daraufhin auf den Weg zur Sauna, ich beschloss auf die Koffer zu warten. Ist ja auch irgendwie Urlaub machen. Auf seinem Weg zur Sauna erhaschte Herbert einen Blick in den Staff-Bereich, wo zahlreiche Koffer standen. Seiner war dabei und er brachte einen freundlichen Mitarbeiter dazu, diesen direkt zuzustellen.

Ich nahm den Koffer an, fragte nach dem zweiten – der sei noch im Lift. Ok, also wartete ich weiter.

Herbert kam von der Sauna zurück, mein Koffer war immer noch nicht da.

Um 19 Uhr sollte die erste Möglichkeit zur Teilnahme an der Seenotrettungsübung sein, danach wollten wir essen gehen.

Bezüglich meines fehlenden Koffers war ich immer noch gelassen, Herbert nicht so sehr. Aber es hilft ja nicht zu klagen, nicht da – ist nicht da 🤷🏼‍♀️.

Mein kleines Gepäck gab noch eine akzeptable Abendgarderobe her und damit zogen wir los zur Rettungsübung und anschließend zum Essen.

Darüber wurde es 20:45h und nun kam auch bei mir der Wunsch auf, dass mein Koffer doch bitte vor der Kabine stehen sollte.

Das war allerdings immer noch nicht der Fall. So ganz langsam kam dann doch etwas Panik auf. Um 22 h war Ablegen und ich wollte es liebend gerne mit meinem Koffer gemeinsam erleben.

Wir machen uns also zur Rezeption auf. Dort sagte man uns: ja, es gäbe ein paar Koffer, die bei der Durchleuchtung als Sicherheitsrisiko eingestuft wurden.

Naja, meiner war dabei 🙈.

 

Hatte ich nicht vor ein paar Tagen damit geprahlt, was alles in meinen Koffer passte? Bei der Aufzählung erwähnte ich nicht das Reisebügeleisen…

Bei scharfem Nachdenken erinnere ich mich, bereits vor Jahren schon gelesen zu haben, dass eigene Bügeleisen an Bord nicht erlaubt sind. Genauso wie Tauchsieder und andere elektrische Geräte, die Wärme erzeugen und eine Brandgefahr darstellen. Wie absolut dämlich ist das denn von mir gewesen. Ich schüttele immer noch mit dem Kopf, bin schon ganz schwindelig.

 

Das einzig Gute an der Sache war, dass wir in einen Bereich des Schiffes durften, den nur sehr wenige Passagiere kennenlernen. Ich identifizierte meinen Koffer, öffnete ihn, entnahm den Übeltäter mit gezieltem Griff, bekam eine Quittung und darf am 28.04. das konfiszierte Gerät in Mallorca wieder an mich nehmen.

 

Im weitesten Sinne habe ich somit meinen kleinen, um Hilfe ersuchenden Koffer, aus dem Bällebad abgeholt.

Der Lernerfolg unter Peinlichkeit ist ähnlich groß wie der aus Schmerz 😖 .

 

Jetzt kann es nur besser werden.

 

Heute ist Seetag und morgen erreichen wir Dominica. Dort werden wir eine Wanderung zu zwei Wasserfällen machen.

 

Man liest sich.



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Kommentare: 3
  • #1

    H & H (Samstag, 11 April 2026 17:43)

    Ruth , tolle Geschichte!�

  • #2

    Sarah (Sonntag, 12 April 2026 13:50)

    Ach immer wieder schön zu lesen :). Lachmuskelkater und Schmunzler inklusive. Dann habt ihr jetzt einfach einen zerknitterten Urlaub ;).

  • #3

    Janina (Sonntag, 12 April 2026 18:19)

    Herrlich, herrlich! Und wohl wahr: Es geht doch nichts über eine Reiseunterkunft, wo bereits alles an Ort und Stelle ist ;-) zwinker, zwinker.
    In diesem Sinne wünschen wir euch beiden tatsächlich: „Buona Dominica ancora“
    Wir lesen und schauen fleißig weiter und freuen uns schon jetzt riesig auf die neuen Reiseanekdoten :-)