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Zu Fuß zurück nach Europa

Es ist wieder Zeit für einen Bericht.


Heute gibt es aber Aktuelles von der Challenge an Bord und nichts über den Landtag auf St. Lucia.

Als wir Castries, den Hafen von St. Lucia, verließen, eröffnete uns der Kapitän, dass er alle Passagiere herausfordern will.

Es folgte eine lange Rede über Seemeilen, woher diese Maßeinheit stammt, wie man sie in Kilometer umrechnet, dies dann herunter bricht auf die Laufstrecke, die es offiziell markiert hier an Bord gibt.

Darüber hinaus gab es auch noch eine Schulung in der Berechnung von Knoten/Geschwindigkeit im Vergleich zu Kilometern auf der Straße. Kapitän Sven Kassel, so heißt der charmante junge Mann, beglückt uns täglich mit nautischen Informationen, die immer sehr umfangreich und interessant sind.

 

Aber zurück zur Challenge.

Diese trägt den klangvollen Namen „zu Fuß zurück nach Europa“!

Die Strecke von Castries nach Funchal beträgt 4.039 Seemeilen; das entspricht 7.480 km. Die offizielle Laufstrecke der „Mein Schiff 1“ beträgt 486 m; dies wiederum sind der Strecke entsprechend 17.077 Runden zu gehen oder laufen 🏃‍♀️ 🏃‍♂️ 🏃 😲. Diese Zahlen habe nicht ich berechnet, sondern es sind die offiziellen Zahlen des Kapitäns 🧮👨🏻‍💻.

Der Kapitän wettet, dass er mit seinem Schiff diese Strecke schneller fährt, als die Passagiere die Strecke laufen können. Die Entfernung ist für die Passagiere an den Seetagen zwischen Castries und Funchal zurückzulegen.

Um dies registrieren zu können, ist an den diesen Tagen die Rennstrecke von 9 – 11 Uhr vormittags den Läufern und Gehern reserviert und es werden von einem Mitarbeiter aus der Sportabteilung mittels Klicker die Runden gezählt.

 

Dann ist was los auf Deck 14 – holla die Waldfee. Natürlich läuft oder geht nicht jeder Passagier; besonders die nicht, die es nötig hätten. Aber es sind 3 blinde Läufer mit Langstock dabei, das finde ich sehr bemerkenswert. Allerdings gibt es auch schon mal Hindernisse zu überwinden, wenn beispielsweise die Liegen durch Sonnenhungrige über die Laufstrecke gedreht werden und diese nicht schnell genug sind. Dann wir die Laufstrecke direkt zum Hindernislauf, was die Angelegenheit sportlich herausfordernder macht. Hinzu kommt erschwerend, dass wir seit gestern schneller fahren (der Kapitän will unbedingt gewinnen 😉) und jetzt auch spürbar wird, dass wir zur See fahren und nicht in einem Hotel sind. Da wird die Rechtskurve auch schnell mal zu einer S-Kurve, die garnicht geplant war. Der Laufstil verändert sich dabei auf höchst amüsante Weise, schlackern doch ungewollt die Beine von exakt geradem Lauf plötzlich zu überkreuz mit elegantem Hüpfer über selbiges überkreuztes Bein.

Das geschieht übrigens auch in den Restaurants, was die Servierfähigkeit der einzelnen Gäste mitunter etwas überfordert.

 

So, Stand der Challenge heute: es fehlen den Passagieren noch etwas über 500 Runden, heute war die Ausbeute nicht so groß. Gestern sind über 4000 Runden gegangen oder gelaufen worden, darauf wurde sich heute mit knapp über 2000 Runden etwas ausgeruht. Aber das ist ja völlig Wurscht, wir haben noch 2 Tage Zeit – so what??

🥱 – kein Problem Herr Kapitän 😉 🥂.

 

Man liest sich.


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Kommentare: 1
  • #1

    H & H (Dienstag, 21 April 2026 16:23)

    Welch eine Mühe !
    Ist ein Preis ausgelobt worden ? Zum Beispiel
    das der Kapitän ein Teilstück des Decks unter den Augen Cocktail trinkender Gäste schrubben muss ?
    Das wäre dann natürlich ein Anreiz diese sportliche Herausforderung zu überdenken .
    LG von unser sauberen Sonnenterrasse �‍❤️‍�