Es gibt viel Text für den Tag 1 - Sorry!
Unser Hotel ist ein Traum. Die Eingangshalle ist überwältigend schön, alles geschmackvoll eingerichtet und sehr großzügig. Das uns zugewiesene Zimmer befindet sich im 3. Stock mit Blick auf den Pool und weiter hinten sehen wir sogar das Meer.
Nachdem wir das Nötigste ausgepackt und uns den warmen Temperaturen entsprechend gekleidet haben, müssen wir natürlich erst mal nachsehen, was am Ballermann so geht.
Menschliche Abgründe sind schon beeindruckend. Nicht so sehr am frühen Mittag und es ist noch nicht der Feiertag erreicht – aber es ist durchaus spürbar, was da noch kommt.
Wieder im Hotel begeben wir uns in die Sauna, was sich jedoch als etwas kompliziert herausstellt. Bekleidet saunieren, auch wenn es nur Badekleidung ist – seltsam und unpraktisch. Nach der Sauna soll man sich auch nicht ausziehen zum Duschen, echt schwierig.
Die Anlage selbst ist sehr chic, alles sauber und recht neuwertig. Der nebenan befindliche Indoor-Pool ist auch schön, aber uns zieht es nach draußen, wo ein riesiger Outdoor-Pool lockt. Eine wunderschöne Gartenanlage mit zahlreichen Liegen, Sonnenschirmen und einer eher überschaubaren Anzahl an Menschen erwartet uns. So ziehen wir unsere Bahnen, bis uns kalt wird. Auf dem Weg über die Terrasse nach innen treffen wir ein Ehepaar, welches schon etliche Male in diesem Hotel logierte. Hier erfahren wir, dass das Haus nach einer 3-monatigen Renovierung erst seit 2 Tagen wieder geöffnet ist. Das erklärt den hervorragenden Zustand. Sie kennen sich in der Gegend gut aus und empfehlen uns ein kleines Tapas-Restaurant etwa 1,3 km entfernt Richtung Arenal „Bar Andaluz“. Ich schreibe das hier zum einen als Empfehlung auf, zum anderen damit ich selbst den Namen nicht vergesse.
Gegen 18 Uhr machen wir uns auf den Weg. Wir erreichen das Ziel und sind zunächst von der Leere der Bar irritiert – sie soll doch so gut sein. Die Irritation löst sich schnell auf, wir müssen ein Haus weiter, da steppt der Bär, es ist der Wahnsinn. Mutig betreten wir den Laden und sind ebenso schnell wieder draußen – so geht das hier nämlich nicht!!
Erst warten, dann gefragt werden, ob man eine Reservierung hat. Hat man keine, Gesichtskontrolle nebst Ganzkörperbegutachtung: warten und mit zwei Plätzen an der Theke zufrieden sein.
Also hinsetzen, anschnallen und erst mal die Schnauze halten.
Das ist nicht von langer Dauer: Sprache?? Ok, englisch! Karte, Teller, Besteck – was trinken? Wein für den Herrn, Bier für die Dame – zufriedenes Nicken für den Herrn, wohlwollender Blick für die Dame.
Wir studieren die Karte und bestellen.
Hier hat jeder Gast einen kleinen Bestellzettel vor seinem Platz, auf dem alle Bestellungen notiert werden. Die Getränke bekommen je nach Anzahl entsprechende Striche, die Speisen, wenn sie als Bestellung in die Küche gerufen werden, einen Schrägstrich. Sobald sie serviert werden, wird aus diesem Schrägstrich ein Kreuz gemacht = abgearbeitet!
Ein absolut perfektes, analoges System.
Das funktioniert so lange, bis es ans Bezahlen geht. Dann kommt die einzige Frau, die das elektronische Kassensystem beherrscht und macht aus Strichen und Kreuzen eine wunderbare elektronische Rechnung, die man sogar mit Karte bezahlen kann.
Aber da waren wir nach den ersten 3 Schrägstrichen fürs Essen ja noch lange nicht angekommen. Nachbestellt, gleiches Prozedere, noch ein Wein, noch ein Bier… und schließlich waren wir satt und brauchten einen Schnaps. Die ganze Zeit hatten wir mit einem spanischen Brandy „SUAU“ 15 Jahre geliebäugelt. Der wurde uns mit sehr viel Freude in einem, nein zwei, warmen Cognacschwenker offeriert. Aber die Gläser waren nicht gleich voll – was ein Jammer. Schon kam die neue Flasche auf den Tresen und es wurde ausgeglichen. Stimmte immer noch nicht, also nochmal ausgleichen. Puh, das war ein Schnaps! Alter Schwede.
Schließlich kam die Rechnung und mit der Rechnung noch Kuchen und ein Likör vom Haus. Nicht im Glas sondern in der Flasche und die kam zum selbst einschenken UND nachschenken direkt mit auf den Tisch.
Kein Wunder, dass das Festland schon wieder schwankte ;-). Aber wir sind am Ballermann, wen interessiert denn, dass das Land schwankt??
Wieder im Hotel angekommen, diesmal sind wir über die Promenade flaniert, machen wir einen Einkehrschwung in der Rooftop-Bar. Müssen wir schließlich auch gesehen haben, ebenso wie den traumhaften Blick über die nächtliche Anlage. Zu bewundern ist von hier aus auch der berühmte Mega-Park, in dem allabendlich ein anderer Bär steppen soll. Diese Erfahrung bleiben wir uns und euch jedoch schuldig. Vielleicht in einem anderen Leben.
Man liest sich.







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H & H (Donnerstag, 07 Mai 2026 13:05)
Grüße aus dem sonnigen Krefeld �❤️�
Wieder mal war es amüsant zu lesen wie der erste Tag auf Mallorca sich ergeben hat .Bin echt gespannt auf die nächsten Tage �
LG H&H